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Immobilienfonds - ein etwas anderes Immobilien-Thema
© Photographer: Dmitriy Melnikov | Agency: Dreamstime.com
Man kann sich über Immobilienfonds online informieren. Dabei geht es vor allem um die Frage, was die Fondsanteile kosten, wie hoch die Ausschüttung
ist und wann man damit rechnen kann. Man kann sich auch über geschlossene Immobilienfonds online informieren. Da muss man wohl lange auf die
Ausschüttung warten, aber man kann wenigstens erfahren, wie der Stand der Angelegenheit ist. Man kann sich auch über
geschlossene Immobilienfonds online
informieren. Damit sind solche Fonds gemeint, die nur einen begrenzten Anlegerkreis haben. Informationen über solche Fonds sind aber meist nur während
der Zeichnungsphase verfügbar. Danach werden die Anteilseigner in der Regel einmal jährlich über die Lage des Fonds informiert. Sie erhalten eine
Einladung zur Gesellschafterversammlung. In der Regel gibt es auch jährlich eine Ausschüttung, und auch das Finanzamt wird über das Ergebnis unterrichtet
und schlüsselt dieses dem Anteilseigner anhand seiner Steuernummer zu.
Der offene Fonds, dessen Anteile an einer Börse oder im Freiverkehr gehandelt werden, ist eigentlich die klassische Form des Fonds. Sein Zweck muss
nicht die Anlage in Immobilien sein. Es gibt Immobilienfonds, Aktienfonds, Anleihefonds, Geldmarktfonds oder Fonds, die in Derivaten anlegen. Offene
Fonds gibt es in den unterschiedlichsten Varianten; die Aufzählung ist sicherlich nicht vollständig.
Auch geschlossene Fonds gibt es in unterschiedlichen Varianten. Zwar überwiegt wohl der Anteil der Immobilienfonds, also der Fonds, die in Immobilien
investieren. Doch gibt es auch geschlossene Fonds für Flugzeuge, Schiffe, Filmproduktionen und sogar Transferrechte für Fussballspieler, um auch hier
einige Beispiele zu nennen.
Die ebenfalls als geschlossene Immobilienfonds bezeichneten Fonds, die zwar eigentlich offene Fonds sind, aber wegen zu massiver Rückgaben geschlossen
werden mussten, sind ein Ergebnis der Immobilienkrise. Der offene Fonds, der
in Aktien investiert,
kann Aktien verkaufen, wenn seine Anteile massiv
zurückgegeben werden. Das ist im Immobilienbereich nicht möglich. Da die Anteile oft nur im Freiverkehr gehandelt werden, gibt es keine Möglichkeit
für den Anleger, den Anteil zu Geld zu machen, wenn sich der Initiator der Kurspflege entzieht. Da hilft dann nur noch abwarten. Dieser geschlossene
Immobilienfonds muss liquidiert, die Immobilien verkauft werden, um die Anteile zurückzahlen zu können. Doch sind die Erlöse mehr als ungewiss. Es könnte
sein, dass der geschlossene Fonds die Immobilien weit unter Wertansatz - der ohnehin überhöht sein kann - verkaufen muss. Dann wird der Rückfluss auch
deutlich unter dem Preis liegen, den der Anteil vor der Schliessung hatte.
Geschlossene Immobilienfonds sind eine Belastung für die gesamte Fondsbranche. Sie haben zu einer starken Verunsicherung der Anleger geführt.
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