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Heimkino
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Wer ein echter Filmfreak ist, der weiss: Die richtige Atmosphäre beim Schauen eines interessanten Films kommt erst im Kino auf. Eine riesige Leinwand und vor allem die perfekte Akustik sorgen dafür, dass eine gänzlich andere und viel intensivere Atmosphäre entsteht, als wenn der Film einfach am heimischen Fernseher im Wohnzimmer angeschaut wird.
Trotzdem geht nicht jeder gerne ins Kino. Die langen Wartezeiten, oftmals unbequeme Sitze sowie andere Besucher, die während dem Film durch ihr Benehmen stören - all das kann einem den Besuch im Kino durchaus vermiesen.
Die Diskrepanz zwischen diesen beiden Umständen haben mittlerweile viele Unternehmen registriert und bieten daher ausgeklügelte Heimkino-Systeme an, die in ihrem Leistungsumfang den Möglichkeiten in einem echten Kino kaum nachstehen und daher eine authentische Kino-Atmosphäre im Eigenheim möglich machen.
Doch was benötigt man eigentlich, um das eigene Kino im heimischen Wohnzimmer zu errichten? Grundsätzlich sind dafür zwei Dinge notwendig: ein ausreichend grosses Fernsehgerät oder ein Videoprojektor, auch „Beamer“ genannt, zu dem dann die entsprechende Leinwand aufgehängt werden muss. Oftmals dient als Leinwand aber auch einfach eine weiss gestrichene Wand in ausreichender Grösse. Mit einem solchen Videoprojektor lassen sich Bilder in einer Grösse produzieren, die kein handelsüblicher Fernseher darstellen kann. Allerdings sind Videoprojektoren immer noch recht teuer und wesentlich umständlicher in der Bedienung als ein Fernseher.
Das zweite, enorm wichtige Feature für ein Heimkino ist die passend dimensionierte Soundanlage. In aller Regel kommt hier ein sehr aufwändiges, raumklangfähiges System aus mehreren Komponenten zum Einsatz. Ein solches System besteht dann beispielsweise aus fünf Vollbereichslautsprechern und einem darauf abgestimmten Subwoofer für die ganz tiefen Töne. Man spricht dabei auch von einem 5.1-Dolby-Surround-System. Um dieses komplexe Lautsprechersystem zu steuern, benötigt es ausserdem noch einen passenden AV-Receiver.
Wichtig in jedem Heimkino ist auch die passende Atmosphäre, die durch entsprechende Einrichtungsgegenstände erzeugt werden kann. Dabei kommt es selbstverständlich darauf an, wo der Heimkinoraum in die eigenen vier Wände integriert werden kann. Wer dazu sein herkömmliches Wohnzimmer nutzen muss, in dem auch mal Oma zu Besuch kommen soll, der ist in seinen Möglichkeiten meist deutlich eingeschränkter als ein Heimkino-Fan, dem ein separater Kellerraum für diesen Zweck zur Verfügung steht.
Während im Wohnzimmer die Heimkino-Ausstattung meist verdeckt und möglichst platzsparend eingebaut wird, kann in einem separaten Raum so richtig losgelegt werden. Echte Kinosessel oder zumindest eine bequeme Couch sind ein absolutes Muss, ebenso die Möglichkeit, den Raum vollständig abzudunkeln. Wer kann, richtet sich eine eigene Kammer für die technische Steuerung ein – dies hat den Vorteil, dass keine störenden Zusatzgeräusche, zum Beispiel von Lüftungsgebläse des Beamers, im eigentlichen Kinoraum vorhanden sind. Da der Ton bei Kinofilmen meist relativ laut eingestellt wird, empfiehlt es sich ausserdem, den Raum mit einem entsprechenden Schallschutz zu versehen. So werden Mitbewohner und Nachbarn vom eigenen Kinovergnügen nicht gestört.